Die Graue Energie (indirekte Energie) berücksichtigt die für die Gewinnung der RohstoffeStoffe (biotische & abiotische), die im Fertigungsprozess in den Bilanzobjekten eingehen und seine Hauptbestandteile bilden., die Herstellung der Materialien und die dazwischenliegenden Transporte benötigte PrimärenergieDie stoffgebundene, chemische Energie aus Primärrohstoffen, die noch keiner Umwandlung unterworfen wurden, also der Energieträger in der Erdkruste (Kohle, Erdöl, Erdgas usw.), die durch Verbrennung in Industriefeuerungsanlagen, Motoren usw. verbraucht wird..
Bei der früher vorherrschenden Bauweise betrug die Graue Energie nur einen kleinen Anteil im Vergleich zur direkten Energie (Beleuchtung, Kraft, Prozesse). Bei zukunftsgerichteter Bauweise mit tiefem Energieverbrauch im Betrieb gewinnt die Graue Energie an Bedeutung und ist in den Planungsprozess einzubeziehen.
Die Graue Energie bei der Herstellung der einzelnen «Gewerke» ist sehr unterschiedlich: In der Tragstruktur ist der grösste Anteil der Grauen Energie gebunden. Der Einsatz an Grauer Energie für die Wärmedämmung ist äusserst gering. Eine gute Wärmedämmung lohnt sich aus gesamtenergetischen Überlegungen immer.
Bei Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebensdauer der einzelnen «Gewerke» (Graue Energie pro Jahr) wird der Anteil der kurzlebigen Elemente (Fertigstellung Innenraum, Haustechnik) dominant.

Bei einer zukunftsgerichteten Bauweise mit sparsamem Energieeinsatz erreicht die Graue Energie unter Berücksichtigung der Lebensdauer der Bauteile einen Anteil, welcher gegenüber der Primärenergie für den Betrieb nicht mehr vernachlässigt werden darf:
Die Grafik erklärt die Graue Energie anhand der Aluminiumgewinnung. In den verschiedenen Arbeitsschritten wird vom Bauxit bis zum fertigen Fensterelement Energie benötigt. Die benötigte Energie vom Rohstoff zum fertigen Produkt wird Graue Energie genannt.
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