Bei den Bauinstandhaltung wird notwendigerweise ein selektiver Rückbau bis zu einer durch die Aufgabenstellung der Instandhaltung festgelegten Demontagetiefe vorgenommen. Mit dem Begriff der Demontagetiefe wird der Grad der Entkernung eines Gebäudes beschrieben. In Bezug auf den Demontageablauf läßt sich der selektive Gebäuderückbau in Anlehnung an KOHLER im wesentlichen in fünf verschiedene Schritte gliedern (Bild in Anlehnung an [2]). Mögliche Demontagetiefen könnten als Teilentkernung bis zur Stufe 2 oder als vollständige Entkernung bis zur Stufe 4 definiert werden.

In bezug auf die Materialtrennung muß der selektive Rückbau so vorbereitet werden, daß die Bauelemente zur Wiederverwendung von den wiederverwertbaren Materialien getrennt gehalten werden können. Bei letzteren ist zumindest nach Mauerwerksabbruch, Betonabbruch und Altholz zu unterscheiden. Kontaminierte Materialien oder Stoffe, die die Verwertbarkeit in Frage stellen, sollten immer ausgehalten werden.
Die Bilderfolge [3] zeigt der Rückbau eines Hallenkomplexes, die wiederverwendungsgerechte Lagerung von Ziegeln, die Aufhaldung von Altbeton im Ausgangszustand und den daraus hergestelltem Recycling-BaustoffAus Bauabfällen hergestellte Baustoffe, die seit 1992 nach der Verdingungsordnung für Bauleistungen VOB, Teil C ATV DIN 18299 den ungebrauchten Baustoffen gleichgestellt sind, wenn sie für den jeweiligen Verwendungszweck geeignet sind. An RC-Baustoffe werden Güteanforderungen gestellt, die im Hinblick auf die bautechnischen Eigenschaften den Anforderungen für Primärbaustoffe entsprechen bzw. im Hinblick auf die umwelttechnischen Anforderungen darüber hinaus gehen. sowie ein Gemisch aus Baustellenabfällen ohne Materialtrennung.
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Demontage von Asbestzementplatte |
Demontage der Dachkonstruktion |
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Demontage von Dachplatten und Bindern |
Getrennt gelagerter Betonabbruch (Hintergrund) und daraus hergestellter Splitt |
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BauabfallOberbegriff für Abfälle aus Bautätigkeit; nach Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz eindeutig definiert und anstelle von Punkt 2, 11 und 15 zu verwenden. ohne Materialtrennung |
Für die Wiederverwendung aussortierte Ziegel |
[2] KOHLER, G.: Kreisläufe schließen. Beratende Ingenieure, S. 41-48, Mai, (1998).
[3] SCHNELL, A.: Fotodokumentation zu Abbruchmethoden und Abbruchobjekten. Studienarbeit, Bauhaus-Universität Weimar, November 1999