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WTA-News

Die aktuellen Informationen über die WTA entnehmen Sie bitte den WTA-News. Diese Informationsschrift erscheint dreimal jährlich in unserem WTA-Journal.

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WTA-Preis

Die Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. - WTA verleiht jährlich einen WTA-Preis für herausragende Leistungen auf den Gebieten der Forschung und Praxis der Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege.

Die Verleihung erfolgt im Rahmen des WTA-Tages, der jährlich in der ersten Woche des Monats März stattfindet. Bevorzugt sollen junge engagierte Fachleute für Ihre außergewöhnliche Leistung mit dem WTA-Preis ausgezeichnet werden.Eingereicht werden können Diplom- oder Doktorarbeiten, Projektbearbeitungen besonders gelungener Instandsetzungen, aber auch Entwicklungen neuer Werkstoffe oder Methoden auf dem Gebiet der Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege. In Ausnahmefällen kann der Preis auch für besondere Leistungen und Verdienste auf diesem Gebiet verliehen werden. Die Verleihung des Preises wird jährlich im Rahmen des WTA-Tages durch den Vorsitzenden der WTA auf Vorschlag einer Fachjury vorgenommen. Dem Preisträger wird dabei die Gelegenheit gegeben, in einem Vortrag die wichtigsten Ergebnisse seiner Arbeit vorzutragen.

Die Arbeit ist in 1-facher Ausfertigung bis zum 30. Januar des Jahres bei der Geschäftsstelle der WTA einzureichen. Die Arbeit in Muttersprache ist durch eine Zusammenfassung in deutscher bzw. englischer Sprache zu ergänzen. Der Bewerber ist aufgefordert, mit einem Lebenslauf über seinen beruflichen/fachlichen Werdegang zu berichten. Die WTA begrüßt es, wenn der Arbeit eine Stellungnahme eines Mentors beigefügt wird.


Die bisherigen WTA-Preistäger

  • 2013 Johanna Kraemer
  • 2012 Els Verstrynge
  • 2011 Annegret Hofmann
  • 2010 Roel Hendrickx
  • 2009 Thomas Becker
  • 2007 Jennifer Gawlitta und Frederike Kroll
  • 2006 Ralf Kilian
  • 2005 Luc Schuereemans
  • 2004 Klaus Sedlbauer
  • 2003 Stefan Meier
  • 2002 Peter Onken
  • 2001 Giovanni Martinola
  • 2000 Filip Van Rickstal
  • 1999 John Grunewald


Die 35-jährige Geschichte der WTA

Die Notwendigkeit der Gründung eines Vereins, der sich mit den vielfältigen Fragen der Bauwerksinstandset-zung und der Denkmalerhaltung befasst, wurde anlässlich einer wenig wissenschaftlichen Tagung über Elektro-Osmose in Wien wie auch durch offene Fragen bei der Instandsetzung des Isartores im Jahr 1969 offenkundig. Im Anschluss an ein völlig missglücktes Seminar im Bauzentrum München zum Thema "Wasser, der Feind unserer Bauten" im Auftrag des DHBV wurde damals der Vorgängerverein der WTA, der "Münchner Kreis e. V." im Jahr 1976 gegründet. Am 14. März 1977 beschloss die 1. Mitgliederversammlung eine Namensänderung zu: "Wissenschaftlich-Technischer Arbeitskreis für Denkmalpflege und Bauwerksanierung e. V.". Die WTA wurde damals im Vereinsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer 9062 als Internationaler Verein eingetragen.

Die 30-jährige Entwicklung vom "Münchner Kreis" bis hin zur heutigen „Wissenschaftlich-Technischen Ar-beitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e. V." vollzog sich als langer und teilweise schwieriger Prozess. Umso erfreulicher, dass die internationale Fachwelt sich einig ist, dass die WTA einen mehr als erfolgreichen Weg seit ihrer Gründung beschritten hat.

In den zurückliegenden 30 Jahren wurden 8 Regionalen Gruppen gegründet: Deutschland Nord + Süd, Nie-derlande, Belgien, Schweiz, Ungarn, Tschechien, Slowakei. Mit 430 ordentlichen, 7 studentischen und 66 för-dernden Mitgliedern deckt die WTA e.V. alle Gebiete der Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege ab. Die Mitgliederschaft setzt sich zusammen zu 20% aus Wissenschaftlern, zu 50% aus Architekten und Ingenieure und zu ca. 30% aus der Denkmalpflege u.a.. Die fachliche Breite der WTA-Mitgliederschaft, deren Kompetenz und weitreichende Erfahrung in Theorie und Praxis sind die Gründe und auch die weitere Basis für die hohe Anerkennung der Arbeiten der WTA, die im Ehrenamt von den WTA-Mitgliedern erbracht werden.

Organisatorisch ist die WTA in 5 WTA-Centren untergliedert, der WTA-Accounting, der WTA-Publication, der WTA-Conferences, der WTA-Academy und der WTA-Certification. Mehr als 50 Personen aus Vorstand und erweitertem Vorstand lenken und gestalten die WTA.

Die Arbeitsgebiete der WTA gliedern sich in 8 Referate: Holz, Oberflächentechnologie, Naturstein, Mauerwerk, Beton, Bauphysik/Bauchemie, Statik und Fachwerk. Über 50 Personen sind in der Leitung der Referate tätig, in denen mehr als 300 aktive Mitglieder in gegenwärtig 32 Arbeitsgruppen den aktuellen Stand des Bauinstandsetzens und der Denkmalpflege bearbeiten. Jährlich werden mehr als 50 Sitzungen in den diversen Arbeitsgruppen und Referaten abgehalten, so dass die mehr als 5000 Arbeitsstunden pro Jahr den eigentlichen „Schatz" der WTA darstellen. Mehr als 46 Merkblätter wurden ohne die derzeit neu entstehenden Merkblätter publiziert, die in der Fachwelt große Anerkennung finden.

Die WTA trägt nicht nur der Qualitätssicherung von Planung und Ausführung Rechnung, sondern prüft und zertifiziert auch Systeme der Instandsetzung und entsprechender Bauprodukte, hier besonders Sanierputz-Systeme, Mauerwerk-Injektionsstoffe und in Vorbereitung auch Anti-Graffiti-Systeme.

Um den satzungsgemäßen Aufgaben der Informationsverbreitung im Bereich des Bauinstandsetzens und der Denkmalpflege nachzukommen, hat die WTA in den vergangen Jahren mehr als 100 Seminare, Workshops, Tagungen, Kolloquien und Konferenzen mit Tagungsbänden abgehalten, deren Inhalte in 28 Schriftenreihen, mehr als 50 Conferences-Notes und Proceedings und im WTA-Almanach herausgegeben wurden. In den letzten 30 Jahren entstanden so mehr als 500 Veröffentlichungen / Vorträge zu den verschiedensten Themen auf den Gebieten der Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege.

Die hohe Qualität und Aktualität der Arbeitsergebnisse, die in den Referaten und Arbeitsgruppen wie auch in den Regionalen Gruppen von den Mitgliedern erarbeitet werden, spiegeln die Kompetenz und das Engage-ment der WTA-Mitglieder aus den unterschiedlichsten Bereichen von Wissenschaft und Praxis wieder, sich für den Erhalt und die Instandsetzung von Bauwerken ehrenamtlich einzubringen. Hierfür möchte sich die WTA und ihr vorstand bei allen Mitgliedern und Mitwirkenden, bei allen Freunden und Förderern besonders bedanken.


Prof. Dr.-Ing. Harald Garrecht
1. Vorsitzender WTA e.V.