Thema 2: Recycling - Beispiel für LAGALänderarbeitsgemeinschaft Abfall, beschäftigt sich mit der Vermeidung von Umweltbeeinträchtigungen durch die Ab-lagerung von Abfällen und durch die unsachgemäße Verwertung von Baustoffen aus Bauabfällen. In erster Linie wird das Schutzgut Wasser berücksichtigt. Durch die beabsichtigte Bundesländer übergreifende Vereinbarung von Zuordnungswerten, die den Gehalt an mit Wasser eluierbaren Schadstoffen nennen, sollen Wasserkontaminationen durch den Einsatz von Recyclingbaustoffen vermieden werden.

Erläuterung: LAGA

Die LAGA als Gremium der Bundesländer ist damit beauftragt, technische Regeln für die stoffliche Verwertung von Abfällen festzulegen, um den bundeseinheitlichen Vollzug in der Kreislaufwirtschaft zu gewährleisten. Durch die beabsichtigte, Bundesländer übergreifende Vereinbarung von Zuordnungswerten, sollen Grundwasserkontaminationen und Bodenbelastungen durch Schadstoffe als Folge des Einsatzes von Recyclingbaustoffen vermieden werden. Das Gefährdungspotential ergibt sich im wesentlich aus dem Gehalt an Schadstoffen und deren Immobilisierbarkeit. Es werden deshalb Konzentrationen für umweltbeeinträchtigende Stoffe im Eluat, d.h. einem unter definierten Versuchsbedingungen gewonnenen wässrigen Auszug, und im Feststoff festgelegt. Ein LAGA-Entwurf sieht Zuordnungsklassen für die Verwertung und die Beseitigung vor. Eine umweltverträgliche Verwertung ist möglich, wenn die gemessenen Eluatwerte unterhalb von des Z 2-Wertes liegen. Da davon ausgegangen wird, daß Recyclingbaustoffe überwiegend als Schüttgüter eingesetzt werden, sind die Einbaubedingungen ebenfalls festgelegt.