Thema 5: Energie - Beispiel für ProzeßenergieBenötigte Energie zum Unterhalt von Prozessen oder Ausrüstung.

Erläuterungen: Prozeßenergie

Benötigte Energie zum Unterhalt von Prozessen oder Ausrüstung, wie z.B. Wärmeenergie bei dem Aufheizen von Asphalt.

Beispiel: Kaltrecycling mit Egli-Aufbereitungsfertiger - Unerreichte Ressourceneffizienz

Kaltrecycling heißt Wiederverwertung von anstehenden Ausbaumaterialien an Ort ohne Verbrauch von Prozessenergie. Anhand des folgenden Sanierungsablaufes soll die Ressourceneffizienz des Verfahrens dargestellt und erklärt werden:

Sanierungsbeispiel (siehe Presseberichte)

  • Ausfräsen der alten, z.B. teerbelasteten Asphaltschichten mit Großfräse. Errichtung eines Zwischenlagers auf der Baustelle.
  • Erstellen von darunter liegender Fundation, Abschlüssen usw. Ausführen aller Vor- und Nebenarbeiten.
  • Brechen, kalibrieren, messen, mischen mit bis zu 4 Zuschlagstoffen und Wiedereinbau des ausgefrästen Altasphaltes als stabilisierte Fundations- oder Tragschicht mittels Egli-Aufbereitungsfertiger
  • Einbau von weiteren Trag- und/oder Deckschichten.

Bei Ausfräsen mittels Großfräse, der Aufbereitung und dem Einbau mittels dem Egli-Aufbereitungsfertiger ergeben sich bezogen auf die ausgefräste und wiedereingebaute Schicht:

Keine Materialabtransporte

Dank der Wiederverwendung des normalerweise gefrästen Altasphaltes fallen keine Transporte in eine Deponie an, sondern lediglich kurze Baustellentransporte. Damit werden kein Diesel verfahren, keine Abgase emittiert und kein Lärm veranstaltet. Außerdem werden die umliegenden Strassen nicht verschlissen.

Keine Materialentsorgung

Nicht abtransportiertes Altmaterial muss auch nicht entsorgt werden. Dies ist besonders bedeutsam, wenn der Altasphalt Teer (Poli-Aromatische-Kohlenwasserstoffe PAK) enthält, die Entsorgung also außerordentlich teuer ist.

Keine Neumaterialien

Da außer einer gewichtsmäßig nur sehr geringen Menge an Zuschlagstoffen ausschließlich Altmaterial verwendet wird muss kein neues Mineral eingekauft werden, die Landschaft kann um diesen Umweltartikel geschont werden.

Keine Materialzutransporte

Nicht gebrauchtes Mineral muss auch nicht zugeführt werden. Da das Mineral bei einer traditionellen Bauweise über eine Mischanlage auf die Baustelle geführt werden muss, entfällt dadurch nicht nur eine Transportkategorie, es entfallen deren zwei.

Keine Prozessenergie

Traditionell heiß aufbereitetes Mischgut verbraucht ca. 14 lt Heizöl pro Tonne in der Mischanlage (Bei 10'000 Tonnen sind das 140'000 Liter, der Jahresverbrauch von 50 Einfamilienhäusern). Das Mischgut wird übrigens nur darum aufgeheizt (Prozessenergie), damit es nach dem Einbau wieder abkühlen kann. Im Gegensatz dazu verbraucht die Kaltaufbereitung überhaupt keine Prozessenergie.

Keine Luftverschmutzung

Wo nichts aufgeheizt werden muss, wird auch nichts verbrannt. Wo nichts verbrannt wird stinkt nichts und es fallen weder CO2 noch andere Abgase an. Die obigen 140'000 Liter Heizöl müssen weder gefördert noch raffiniert noch transportiert werden. Da nicht gebrauchtes Heizöl auch nirgends auslaufen kann werden auch keine Strände verschmutzt.

Keine Gewässerverschmutzung

Die Einbindung von teerhaltigem Altasphalt in eine neue Nutzung mittels Komplexrecycling mit Bitumenemulsion und Zement als Hauptzuschlagstoffe verhindert eine Auswaschung (Eluatbildung) der Fundations- oder Tragschicht. Eine Gewässerverschmutzung ist somit ausgeschlossen.

Keine Gesundheitsgefährdung

Kaltrecycling emittiert keinen Rauch und keine Dämpfe (flüchtige Kohlen-Wasserstoffe, VOC), somit auch kein bodennahes Ozon. Aufgrund der fehlenden Transporte ergibt sich außerdem kein Lärm entlang der Strassen. Kaltrecycling ist somit völlig ungiftig und stellt keine Gesundheitsgefährdung dar, weder für das Betriebspersonal noch für die Anwohner von Strassen.

Keine Qualitätseinbusse

Kaltrecycling mittels Aufbereitungsfertiger liefert Material der gleichen Qualität. wie wenn es von einer stationäre Brech- und Siebanlage gebrochen und kalibriert und von einer stationären Mischanlage nach heutigem Stand der Technik gemischt worden wäre, allerdings wesentlich umweltfreundlicher und vor allem äußerst ressourceneffizient. Außerdem ist das Mischgut gleichzeitig höhengenau und hochverdichtet eingebaut.

Quelle: http://www.egli-strassenbau.ch/dt/kv/tb/af/rec-effizienzin.htm vom 01.02.2001